Hybrid-Auto spart kräftig Diesel und CO2-Ausstoß

(c) privat
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Michael Laschinger war ab 2010 im Gemeinderat Horb für die CDU-Fraktion in den Bürger-Arbeitsgruppen und an den Thementischen der Stadtverwaltung aktiv dabei, um die Basis für den Gemeinderatsbeschluss „Klimaneutrale Kommune Horb 2050“ zu erarbeiten. Nachdem er im Oktober 2016 durch seine zahlreichen häuslichen Energieeffizienzmaßnahmen von der Energieagentur als „Energiesparer des Monats“ ausgezeichnet wurde, erzählt er nun aus eigener Sichtweise, wie er seinen Fahrzeugwechsel zum Hybrid-Auto vollzogen hat.

„Für mich und meine Frau Conny waren spätestens die Informationen aus den Thementischen der Klimaschutzkonferenzen im Jahr 2011 privater Ansporn, den eigenen Energieverbrauch kritisch zu hinterfragen. Wir starteten 2012 mit konsequentem Austausch der meisten großen Energieverbraucher und ersetzten selbst Energiesparleuchten durch LED-Lampen. Die Flüssiggas-Heizungsanlage wurde technisch optimiert und auch zwei Hocheffizienzpumpen installiert. Eine PV-Anlage mit damals acht Solarmodulen wurde auf der Doppelgarage montiert und wird bis heute zum Eigenverbrauch genutzt. Dieses Maßnahmenbündel erbrachte eine große jährliche Stromeinsparung von gut 50 Prozent auf nur noch 2.500 Kilowattstunden. Nicht nur die Stromgebühren sanken maßgeblich von 112 Euro monatlich auf 56 Euro, sondern gerade auch der CO2-Ausstoß - das gefährliche Klimagas! Dieses Engagement zeichnete die Energieagentur in Horb mit dem Energie-Sparpreis des Monats Oktober 2016 aus.
Zuletzt wurde im September 2018 die gute alte Marken-Spülmaschine ausgetauscht: Dies führte zu einer Energieeinsparung von 50 Prozent und einer Wassereinsparung von statt 80 Liter pro Spülgang nun nur noch 9 Liter. Ersparnis: statt 6.400 Liter Wasser pro Jahr, nur noch 720 Liter! Und ein Stromverbrauch von effektiv nur noch 200 Kilowattstunden pro Jahr.
Nach einer Reise nach Amsterdam im Herbst letzten Jahres und Taxifahrten in den dort weit verbreiteten Elektro-Hybrid-Fahrzeugen fiel die Entscheidung für den privaten Fahrzeugwechsel vom lange Jahre gut gelaufenen 6-Zylinder-Diesel hin zum Diesel-Plug-in-Hybrid.
Im April wurde ein Plug-in-Hybrid-PKW mit „Twin-Engine“ beschafft. Ein Kombi-PKW mit starkem 70 PS-Elektro-Motor und 50 Kilometer Reichweite in reinem Elektro-Modus. Der Elektromotor treibt die Hinterradachse, ein leistungsstarker emissionsoptimierter Dieselmotor mit Euro 6-Einstufung die Vorderräder an. Im Zusammenspiel der beiden Motoren durch eine intelligente Elektronik werden die beiden Motoren effizient gesteuert und durch den Allradantrieb sicheres Fahren Sommer wie Winter ermöglicht. Ein sensationell niedriger Dieselverbrauch mit 3,5 Litern auf 100 km und ein kombinierter Verbrauch von Diesel und Strom von umgerechnet nur 3,7 Litern auf 100 km sind unerwartet gute Werte!
Pro etwa 110 gefahrenen Mix-Kilometern werden etwa 8 Kilowattstunden Strom verbraucht, die größtenteils aus der eigenen Photovoltaik-Produktion entnommen werden. Der Rest wird momentan noch als Öko-Strom vom Energieversorger bezogen, bis die neue PV-Anlage installiert ist. In der eigenen Garage ist die elektrische Voraussetzung für schnelles Laden mit einem 400 Volt-Strom-Anschluss, der auch für den Kraftstrombedarf der Kreissäge eingesetzt wird, vorhanden. Die Ladezeit beträgt bei leerer Batterie rund dreieinhalb Stunden.
Die Kosten- und CO2-Einsparungen sind gewaltig gegenüber dem Vorgängerfahrzeug: 59 Prozent weniger Dieselverbrauch. Der CO2-Volumenausstoß wird bei 20.000 Jahreskilometern von 4.700 kg auf 1.800 kg gesenkt. Das Volumen ist umgerechnet eine Minderung von 1.500 Kubikmetern pro Jahr. Dies entspricht 592.000 mit CO2-Klimagas gefüllten Luftballons. Pro Jahr wohlgemerkt.
Bei den Fixkosten ergibt sich eine Kostenreduzierung bei Haft- und Vollkaskoversicherung von 50 Prozent für den E-Status. Auch die KFZ-Steuer ist fast um die Hälfte günstiger wegen weniger Hubraum und weniger CO2-Ausstoß.
Um die Nachhaltigkeit mit Verbrauch von eigenproduziertem Strom zu maximieren, wird auf unserem Dach nun eine zusätzliche PV-Anlage mit 3,9 kWp auf der letzten freien Hausdachhälfte installiert. Damit erreichen wir eine hohe Einsparung von schädlichem Klimagas und leisten einen Extrabeitrag gegen die weitere Klimaerwärmung.
So macht das Autofahren wieder mehr Sinn und Spaß.“
gez. M.+ C. Laschinger